Die ersten Tage ...

 

Von der Autofahrt bis zu den ersten Nächten im neuen Heim.

 
  • Denken Sie daran:
    • Vereinbaren Sie mit dem Züchter die genaue Abholzeit (möglichst am Morgen) und bitten ihn, dem Welpen 2 Stunden vorher nicht mehr zu füttern (wegen der Autofahrt). 
    • Die erste längere Autofahrt wird die Einstellung des Welpen zum Auto wesentlich beeinflussen.
    • Das Fahren verursacht bei Welpen oft Übelkeit. Darum sollte der Welpe nicht aus dem Autofenster hinausschauen. Vermutlich erzeugt gerade dieser schnell vorbeilaufende Film während der Fahrt die Übelkeit und das Erbrechen. Solche Erfahrungen werden leider gespeichert und treten dann noch lange bei jeder Autofahrt erneut auf.
    • Benutzen Sie lieber Schnellstrassen und schalten bei Unruhe Zwischenhalte ein. Das erhöht das Wohlbefinden  des kleinen Vierbeiners. Auch sollten Sie je nach Fahrdauer und Hitze, Wasser bereithalten.
    • Ein müder Welpe verschläft eventuell einen Grossteil der Fahrt auf den Knien einer vertrauten Person.
    • Nervöse Familienmitglieder warten vielleicht besser Zuhause auf den neuen Mitbewohner.
  • Die Ankunft:
    • Schaffen Sie bitte eine ruhiges Klima bei der Ankunft. 
    • Für die meisten ist die Trennung von der Hundemutter und den Geschwistern ja bereits beunruhigend.
    • Auch die Autofahrt mit den neuen Eindrücken stresst ja bereits den Kleinen.
    • Durchfall, ängstliches Schnappen oder das Verkriechen sind dann die Folge.
  • Wenn er jetzt Zuhause angekommen ist:
    • Tragen Sie ihn an die für ihn vorgesehenen Versäuberungsstelle.  Sobald er macht sagen sie freundlich: "mach Pipi" (automatisches lernen) => das Lob nie vergessen!
    • Der Welpe braucht nun sicher wieder Futter; besprechen Sie das mit dem Züchter (die Zeitabstände, Futtermenge, wie viele Mahlzeiten pro Tag), lassen Sie Futterreste nicht stehen - stellen Sie es weg! geben Sie erst wieder zu den festgelegten Zeiten! Permanent verfügbares ist nicht mehr interessant !
  • Angewöhnen an die Autotransportbox: 
    • Füttern Sie den Welpen die ersten Male in der offenen Box. Wenn der Welpe keine Angst zeigt, schliessen Sie nach dem hineinstellen des Futters die Türe. So wird er die Box als angenehm kennen lernen. 
    • Schieben, drängen, bedrohen Sie ihren Welpen nie, denn er verliert sehr schnell das erst vor kurzem aufgebaute Vertrauen zu den Menschen. 
  • Die ersten Nächte:

    • Wenn Sie alles für die Nacht vorbereitet haben gehen Sie mit Ihrem Welpen  noch einen letzten "Pipi" machen. Danach locken Sie ihn in die Box, geben noch ein "Guti" und hoffen, dass er möglichst lange schläft...... 
    • Der endgültige Schlafplatz wird sich später finden. Jetzt ist es nur wichtig, dass sich der Welpe nicht verlassen vorkommt. Die Lösung ist einfach, Sie verlegen ihren Schlafplatz nahe zum Welpen oder der Welpe schläft im Schlafzimmer. Damit kein "Malör" passiert, empfehle ich Ihnen eben die besagte Autotransportbox oder ein Laufgitter.
    • Winselt oder kratzt er, halten Sie ihm einfach einen Finger in die Gitterbox. Sprechen Sie leise und monoton, versuchen Sie es mit dem Wecker der tickt oder geben Sie dem "verlassen" Welpen einfach Ihr warmes Pyjama.
  • Es vergehen einige Nächte, bis sich der Welpe an Sie und die neue Umgebung gewöhnt hat. Wenn er aber genügend Umwelteindrücke am Tag sammeln kann, ohne ihn überfordert zu haben,  wird er Nachts schnell durchschlafen.
  • Wenn die ersten erfolgreichen Nächte vergangen sind, können Sie Nacht für Nacht die Box Meter für Meter an den vorgesehenen Schlafplatz verschieben. Eventuell hat Ihr Welpe aber schon einen Tagesschlafplatz ausgesucht, den Sie auch für die Nacht benützten möchten.  Dann stellen Sie ihm die Box einfach am Tag dort hin und lassen diese am Abend gleich stehen.
  • Überquirlte Welpen können Sie in dieser Box auch ruhig stellen. Machen Sie die Box, wenn er schläft oder sich ruhig verhält wieder auf. Sonnst lernt der Welpe sofort: Winseln gleich öffnen, dann hat er Sie im "Griff". 
  • Es erfordert etwas Übung, die Unruhe vor dem "Pipi" machen zu erkennen. Aber auch Sie werden es lernen.
  • Idealer Platz fürs Hundebett:
    • An einem übersichtlichen Platz, bei dem es kein stetiges hin und her gibt.
    • Denken Sie auch an die Lautstärke des Radios und TV`s. 
  • Pfützen und Häufchen:
    • Die strenge Methode taugt nichts!
    • Richtiges Lernen erfolgt mit automatischem Lernen. Am dafür vorgesehenen Platz wird belohnt! Ist die Pfütze in der Wohnung, wischt man kommentarlos weg. Nur wenn der Welpe gerade im Begriff ist, sein Pipi auf den Teppich zu machen, sagen Sie ihm deutlich und klar ...Pfui... und tragen ihn sofort in den Garten (grössere Hunde anleinen und zügig gehen). Zum sauber werden hilft auch eine Liste mit Zeitangaben der Fütterung und des Wasser trinkens. So können Sie im voraus die Risikozeiten für die Pfütze oder das Häufchen bestimmen.
  • Bestrafen und Belohnen:
    • Auf Nein folgt bei Unterlassung die Bestätigung mit Guuut.
  • Sicher haben Sie sich mit dem Welpen bereits in der Welpenschule angemeldet!
    • Der soziale Kontakt mit dem geimpften und gesunden Hund ist sehr wichtig. 
    • Er lernt dort sein ganzes Verhalten zu verfeinern, dass spielen Spass macht. Kneift ein Welpe den andern, wird dieser winseln, wird er gekniffen, merkt auch er, dass es unangenehm ist. So lernt er das Verhalten in der Gruppe und das dosierte einsetzen seiner Kräfte. Darum sind quietschende Spielzeuge nicht ideal!
    • Es muss immer der Situation angepasst reagiert werden, damit uns der Welpe versteht. Gute Hundeschulen gehen auf ihre Bedürfnisse ein und zeigen Ihnen den Umgang mit dem Welpen!  Dort wird Ihnen auch gezeigt, wie der Welpe schnell lernt. Er soll auf das Wort "Hier" erscheinen. Das Sitz, Platz und das kurze Warten wird erlernt. Bei uns sind es 4 einfache  Grundübungen auf denen alles aufgebaut werden kann.
    • Sie lernen das Kommunizieren zwischen Hund und Mensch.. --> verstehen und verstanden werden! 

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