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 Wissenswertes zu Diversen Themen:

  • Eine nicht angemessene, leider weit verbreitete Unsitte! Zur Korrektur werfe/lege Mann/Frau den Hund auf den Rücken!
  • -legen,werfen Sie NIE Ihren Hund/Welpen auf den Rücken, denn wir Menschen können es nie so wie es vom Wolf/ Hund ausgeführt wird ! Somit würde der "Griff" als Vertrauensmissbrauch von Ihrem Hund angesehen werden! Oder als Kampfaufforderung!
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  • Das Alleine bleiben ...

Das Kontaktliegen vermittelt soziale Nähe und Vertrautheit. Der Welpe zeigt dieses Kontaktliegen von Geburt an. Anfangs um sein Überleben zu sichern, später um sein Bedürfnis nach Geborgenheit zu stillen. Darum sollte ein Welpe nach der Übernahme nicht allein gelassen werden! Dies muss erst in kleinen Schritten erlernt werden! Ansonsten entwickelt der Welpe Ängste die seine ganze Entwicklung stört. Ausserdem wird das Zusammenleben mit einem Hund der heult, bellt, uriniert und oder die ganze Wohnungseinrichtung zerstört, zu einer schier unmöglichen Sache. Üben sie das Alleinsein also von Anfang an.

1. ohne den Welpen zu beachten gehen Sie zur Wohnungstüre, öffnen, raus gehen, schliessen, sofort wieder öffnen und ohne den Welpen zu beachten gehen Sie wieder hinein und machen irgendetwas. 

2. das selbe wie bei 1. aber bleiben sie nun 30 Sekunden vor der Türe

3. wie 1. und 2. nun bleiben sie 1 Min.

4. ab jetzt verdoppeln sie das Verweilen vor der Türe 

sollte der Welpe z.B. bei 3 Min. winseln: ohne! den Welpen anzusehen hineingehen, ohne ihn zu beachten irgend einer Tätigkeit nachgehen und es 1-2 Std. später nochmals versuchen mit der Stufe 2 Min. Immer wenn Sie unsicher oder aufgeregt sind, ist es ihr Welpe auch.!! üben Sie dann nicht.  In einer Woche sollten Sie so etwa bei einer viertel bis halben Stunde angelangt sein. Bei Schwierigkeiten oder Fragen wenden Sie sich doch an mich.

 

 

  • Die Hunde führen ...

Bindung bedeutet Sicherheit! Ein Hund muss sich auf seinen Menschen verlassen können.

Fordern sie von ihrem Hund nur das was Sie dann auch durchziehen. Das Sofa ist nicht am Montag verboten und am Dienstag, weil er ja gar so herzig schaut, erlaubt!

Hundeführer heisst: Mensch führt den Hund. Wenn Sie ihrem Hund sagen: „Sitz“ (vorausgesetzt er kennt diesen Befehl, sonst erst üben, siehe Übungen), dann warten Sie bis er es macht und wenn Sie lange darauf warten müssen! Ev. 1 mal klar wiederholen aber nicht mehr. Es geht einfach erst weiter wenn das Sitz ausgeführt und 5 Sekunden gehalten hat. So sollte es bei allen Übungen sein.

  • Das "Klauen" ...

Hunde sehen was wir sehen und wie

Am Leipziger Institut machte man die Probe aufs Exempel: Man holte sechs Hunde ins Institut und macht mit jedem acht mal dasselbe Experiment: Man legte mit dem strengen Befehl „Nein“ einen verbotenen Leckerbissen auf den Boden und filmte, was sie dann taten: Sah der Mensch den Hund an, holte sich jeder Hund im Schnitt einmal und auf komplizierten Schleichwegen einen verbotenen Happen. War der Mensch abgelenkt, war die „Erfolgsquote“ schon doppelt so gross. Schloss er aber die Augen oder drehte er sich um, holten sich die Hunde, ohne Umweg, das Dreifache, Verlies der Mensch allerdings das Zimmer, dann waren alle Happen weg. Und damit ist nun wissenschaftlich zweierlei bewiesen, was wir Hundehalter schon immer wussten:

1. Der absolute Gehorsam unseres Hundes ist ganz direkt von unserer eigenen Konzentrationsfähigkeit abhängig.

2. Unsere Hunde haben nicht nur uns im Blick. Sie wissen auch, was wir im Blick haben. Und wer sich von der Klaubacke neben ihm nicht täglich vorführen lassen will, der muss sein Butterbrot eben im Auge behalten.....(von Gudrun Beckmann)

  • Die Angst und diverse "Calming Signale" ...

Angst ist angeboren und überlebensnotwendig!
Ohne Angst würde weder Tier noch Mensch überleben.
Dem Welpen helfen geübte Hunde die Vorlaufen, Vorzeigen und die Ruhe vom Hundeführer. Klare Zeichen und Kommandos ohne ein zuviel von verschiedenen Eindrücken.

Der Junghund zeigt diese Angst nochmals verstärkt mit 7-9 Mt., überfordert man nun diesen Junghund verstärken sich Ängste. In dieser Zeit sollte man besser die bereits geübten Übungen vertiefen als zuviel Neues dem Junghund beibringen zu wollen.

Unsicherheit zeigt sich in vielfältiger Art!

  • übertriebene Spiel und Angrifflust

  • Kläffen

  • Gähnen

  • mit Zunge über Lefzen lecken

  • übertriebenes Schwanzwedeln usw.

Dies nennt man die Calming-Signals die im Buch und Video von: Turid Rugaas sehr gut aufgezeigt werden! (von Animal-Learn gibt es ein gut verständliches Buch)

Zeigt uns der Hund diese Signale, dann sollten wir nicht noch mehr fordern, denn dann ist es kein Lernen mehr, sondern eine Überforderung von uns an unseren Hund! Schliessen sie in diesem Fall die Übung mit einem einfachen „Sitz“ ab und entfernen sich von der Übungsstelle bis sich ihr Freund erholt hat. Versuchen sie dann die Übung etwas einfacher zu gestallten.

  • z.B. mehr Distanz zu den anderen Hunden (Bleibübungen)

  • weniger Lärm (Konzentrationsübung)

  • andere Bodenbeschaffenheit (Platz)

  • weniger lang (Fuss)

Wichtig ist eigentlich immer, dass Sie überlegen: 
Wie geht es mir und meinem Hund Heute.

Die jeweilige Herausforderung muss mit der bisher erworbenen Bewältigungsfähigkeit im Gleichgewicht stehen!

Wenn der Hund Angst zeigt ist einer der häufigsten Fehler: Mensch streichelt Hund um ihn zu beruhigen und der Hund versteht; jawohl so ist es gut so wie ich mich jetzt verhalte und verstärkt damit die Angst vom Hund!

Der Hundeführer führt den Hund und zeigt sich selbstbewusst, somit gibt es keinen Grund für Angst . Er führt den Hund sicher durch alle vermeintlichen Situationen und hat alles fest im Griff, nur so kann sich der Hund am Mensch orientieren und Ängste treten gar nicht erst auf oder können abgebaut werden. 

Klare Laufbewegungen ohne zu zögern helfen ihrem Hund an einem anderen Hund ohne Gebell, abducken, wegziehen usw., vorbei zu gehen. (Spielzeug, Guti, motivierte Stimme (ohne „einzuheizen“!))

Zeichensprache:

  • Pfote heben                       nicht immer ist es ein Vorstehen!

  • Wedeln                               nicht immer ist es Freude!

  • Haare aufstellen                vom Schwanz her nach vorne

  • Mundwinkel                        lang gezogen  nach hinten

  • duckt sich                           klein machen

  • gähnen                               führt zur Entspannung

  • strecken                             ablenken

  • Ohren anlegen                   sieht ungefährlicher aus

  • Augen kleiner                     Gesicht nach hinten glätten

  • intensives schnüffeln         Ablenkung des Gegenübers

  • weg sehen                         es wird dem Hund zuviel

Sie sehen die Zeichensprache der Hunde ist sehr vielfältig und beinhaltet manchmal ganze Sätze! versuchen sie ihren Hund zu verstehen und zeigen sie ihm dabei wie wertvoll er für Sie ist.

Denken sie immer daran auch ihre Gefühle laufen über die Leine und mental zum Hund.

Beispiel: ihr Hund bellt immer, wenn er den Nachbar sieht; seien sie ehrlich: mögen sie diesen Nachbar?

Es war einmal der Hundeführer der führte den Hund Gassi. 
Er sah den nörgelnden Nachbar und grüsste diesen nur mit brummender Stimme, wenn überhaupt. 
Dachte dabei an den letzten Streit mit diesem. 
Des Hundeführers Hund registrierte => doofer Nachbar. 
Bald nahm der Hund die Aufgabe ernst und verbellt nun den doofen Nachbar.

Beispiel 2: Sie gehen nicht gern über Brücken, dann tut es der unsichere Hund auch nicht freudig.

Beispiel 3: Sie lassen den Hund nur sehr ungern zu Hause allein, dann vermitteln sie; ach du armes Hundchen es ist nicht gut, dass du allein bleiben musst: bitte bellen und heulen, kauen und urinieren

Also versuchen sie die Erziehung als etwas natürliches, schönes, lebensnotwendiges und Freiheit gebendes anzusehen und vieles geht einfacher.

Selbstsichere Hunde streiten auch nicht ... Sie diskutieren!

 

Die Zeichensprache des Hundes ...

Die Situation ist alltäglich: Zwei Hundehalter treffen sich, jeder Hund beschnüffelt den anderen. Der wahrgenommene Duft gibt gewisse Auskünfte.

Hunde verfügen über jede Menge Verständigungsmöglichkeiten. Freude oder Unlust, Aggression, Furcht, Überlegenheit und Unterwerfung drücken sie mit bestimmten Körper- und Gesichtssignalen aus, die das Gegenüber lesen kann, sofern es Gelegenheit hatte, dies zu lernen.

Die allgemein gültigen Zeichen geben Auskunft über den momentanen Gemütszustand und über die soziale Stellung. Oftmals enthalten sie auch Wünsche. Wer kennt nicht den Blick eines Hundes, der sehnlich auf den Spaziergang wartet oder ach so gerne am menschlichen Essen teilhaben möchte.

Hunde leben im Rudel und fügen sich normalerweise in die bestehende Rangordnung ein. In spielerischen Rangeleien trainieren sie die Umgangssprache.

Von Zeit zu Zeit versucht eines der Tiere, im Ansehen eine Stufe höher zu klettern. Es fordert zum Zweikampf heraus. Unter Partnern mit eingeübter Gesprächskultur muss solches nicht in eine blutige Keilerei ausarten. Einzelne Signale wie Mimik, Kopfhaltung, Rutenstellung können dies verhindern und spielen mit beim Entscheid, wer den Sieg davonträgt. Zieht der Angreifer den Kürzeren, dann sagt er auf seine Art: „ Schon gut, reg dich nicht auf. Ich lass dich in Ruhe.“ Ein Repertoire an hündischen Beschwichtigungszeichen gehört in seine Lebensversicherung!

Schon im Welpenalter lernt ein Hund, sich vor ranghöheren Tieren auf den Rücken zu legen. Die Mutter wird ihn dazu bringen, wenn sie Fell- und Intimpflege macht. Sollten halbwüchsige oder andere ausgewachsene Tiere dabei sein, werden auch sie dem Kleinen das beibringen: Drehe dich seitwärts auf den Rücken als Zeichen deiner Unterwerfung. Sie nehmen den ganz jungen Welpen dazu sogar in den Fang, bis er begriffen hat, was man von ihm will. Eignet er sich die Demutsgeste an, so dass sie fortan zu seinem Wortschatz gegenüber ranghöheren Artgenossen gehört, kann er sich damit schützen. Der andere liest daraus so ungefähr: „Du musst mir deine Überlegenheit nicht beweisen. Ich habe sie schon erkannt.“

Beschwichtigungszeichen,

Es gibt eine ganze Reihe solcher Beschwichtigungszeichen. In der Regel treten verschiedene Zeichen kombiniert auf, oftmals gehören auch Laute und Duftmarken dazu.

Einige der gut sichtbaren Gesten zur Beschwichtigung:

-    Rollbewegung zur Seite, bis der Bauch entblößt ist: „ Ich anerkenne deine Stellung als übergeordnetes Tier. Ich unterwerfe mich und bin keine Gefahr für dich.

Weitere Zeichen von Unterwerfung sind:

  • Abwenden des Kopfes, um den Blickkontakt zu vermeiden

  • Straffes Anlegen der Ohren nach hinten/unten an den Kopf – das Hundegesicht wirkt dadurch welpenhafter

-    zur Seite weichen

-    die Pfote heben – was wir generell als Betteln interpretieren, ist eigentlich Beschwichtigungshandlung

-    gesenkte Rute

-    Nasen- oder Lefzenstupsen ist ebenfalls Kontaktaufnahme eines unterlegenen Tieres gegenüber dem ranghöhern, es ist dem Betteln vom Welpen zur Mutter gleichzusetzen.

 

Verlegenheitsgesten

Häufig sind solche Zeichen gefolgt oder begleitet von Verlegenheitsgesten wie Gähnen oder Kratzen. Diese Signale haben eigentlich nichts mit der Beschwichtigung zu tun. Sie sind vergleichbar mit menschlichem Kopfkratzen. Da sie keinen biologischen Sinn machen, sondern einen Sprung in völlig zusammenhangsloses Verhalten, nennt man sie Übersprungshandlung.

Es ist wichtig für die Entwicklung, dass wir Kontakte unter den Hunden zulassen, sogar fördern. Das gibt uns die Sicherheit, dass unser Tier die Umgangssprache beherrscht und verfeinern kann. Verhindern wir dieses Lernen, geraten wir in einen Teufelskreis; Der mit einem Manko behaftete Hund verhält sich ungehobelt gegenüber dem anderen. Er wird zurechtgewiesen und macht schlechte Erfahrungen. Sein Besitzer sieht sich darin bestätigt, dass er um sein Tier Angst haben muss. Zukünftige Begegnungen geht er aus dem Weg, und beim nächsten unvermeidbaren Zusammentreffen wiederholt sich das Ganze.

Was empfiehlt sich also für den Besuch von Sprachlektionen? Wie gesagt, den Start zur Verständigung geben die Hundemutter und das menschliche und tierische Aufzuchtsrudel. Für die Fortsetzung seien Welpenspielgruppen bestens empfohlen. Dort lernt der Hund sowohl die Umgangssprache als auch verschiedene Dialekte (Rassen). Das gemeinsame Spielen fördert nicht nur den sozialen Wortschatz, sondern auch den unumgänglichen Erwerb der Beisshemmung. Je mehr Gelegenheit wir schaffen, zum spielerischem Einüben, desto eher vermeiden wir spätere ernsthafte Auseinandersetzungen. Die Ausdrucksmöglichkeiten des Hundes gilt nicht nur seinen Artgenossen. Da er in der Regel die meiste Zeit in einem menschlichen Rudel lebt, ist es ihm zu wünschen, dass auch die Personen in seinem Umfeld seine Sprache verstehen. Bei deutlichen Signalen ist das keine Kunst. Der schmachtende Blick aufs Butterbrot wird wohl am ehesten verstanden. Das Spielzeug im Fang oder der tänzelnde Schritt zur Leine hin dürften auch klar sein.

Schwieriger ist es beim noch nicht stubenreinen Welpen, vor allem wenn die entsprechende Erfahrung noch fehlt:

-    Winselt er aus, Langeweile oder muss er hinaus?

-    Schnüffelt er, weil da etwas am Boden lag, oder sucht er ein passendes Plätzchen?

-    Möchte er sich setzen oder wird er sogleich....?

-    Warum säuft er Wasser, obwohl er unmöglich schon wieder durst haben kann?

-    Weshalb zittert er bei dieser Temperatur?

Tatsächlich gibt es eine Menge von Handlungen, die auf eine innere Anspannung schliessen lassen:

  • Kratzen im Nackenbereich

  • Gähnen

  • Schütteln

  • Schlagartig auftretende Schuppen

  • Lautäusserungen wie Winseln oder Bellen

  • Schnauzenlecken

  • Züngeln

  • Wassertrinken

  • Hecheln

  • In Gegenstände beissen

  • Zittern

  • Unruhe

  • Peniserektion

  • Schreckhaftigkeit

  • Speichelfluss

  • Schwanzwedeln

Gewiss, alle diese Signale können ganz gewöhnliche Ursachen haben. Schwanzwedeln drückt in den meisten Fällen Freude aus, müde Hunde gähnen auch. Je besser wir das Tier kennen, desto leichter fällt ein Interpretieren der Handlungen. Wir möchten ja nicht nur beurteilen können, was los ist, sondern entlastend helfen.

Kein Trost spenden

Die uns angeborene Neigung zum Trösten und Streicheln ist völlig fehl am Platz. Sie bestärkt das Tier in seiner Unsicherheit. Sie vermittelt ihm den Eindruck, da sei wirklich etwas gar nicht in Ordnung. Den gleichen Effekt haben eine straffere Leine, Hochheben oder Schutz zwischen den Beinen. Mögliche Varianten zum Reagieren sind:

  • Ablenkung in Form eines Tempowechsels, Sprünge, Hüpfen, ein Spielzeug.

  • räumliche Veränderung

  • „Knuddeln“

  • ignorieren und Ruhe ausstrahlen

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